Ein frohes neues Jahr

Gedanken zum neuen Jahr

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Freunde der SPD, Genossinnen und Genossen,

zum Jahreswechsel wird häufig das schottische Volkslied „Auld Lang Syne (sinngemäß zu dt. „längst vergangene Zeit“) gesungen. Was sonst das Schwelgen in Erinnerungen bedeutet, mag bei diesem Jahreswechsel so manchen eher ein erleichterndes Aufatmen entlocken- 2020…endlich ist es rum.
Und doch soll es einmal gesagt sein: Nicht DAS JAHR war schlecht, – die Ereignisse des Jahres waren letztendlich die Ergebnisse unseres Handelns, unserer Interessen und ja, auch unser aller Streben, Wirtschaften und, damit eng verbunden, unserer Gier.
All das sollten wir in Zukunft berücksichtigen und uns stets darüber im Klaren sein, wie verletzlich unser selbst geschaffenes System ist, wie fragil unsere Art zu leben und dass all dies fundamental durch einen winzig kleinen Virus auf eine harte Probe gestellt wird.

Gleichzeitig aber sollten wir nicht verzagen und in Trübsal verfallen, sondern uns daran erinnern, dass in jeder Krise auch Chancen stecken – wer weise ist, nutzt diese Chancen.

Das vergangene Jahr und die andauernde Pandemie haben ungeahnte Kräfte in vielen von uns frei gesetzt:
Es beginnt bei Nachbarschaftshilfen für ältere und kranke Menschen, mit denen wir womöglich sonst kaum in Kontakt gekommen wären. Sowohl Helfende, als auch Geholfenen haben diese unbezahlbare Erfahrung tief empfundener Dankbarkeit neu entdecken können. Diese Hilfsbereitschaft kann man gar nicht genug loben.
Viele von uns haben durch häufige Videokonferenzen technische Erfahrungen gesammelt, die sie sich womöglich nie angeeignet hätten.
Und nicht zuletzt die Kreativität, das Durchhaltevermögen und die anhaltenden Kraftanstrengungen von uns allen, die Kontaktbeschränkungen durchzuhalten, Kontakte auf andere Art und Weise zu pflegen und sich tagtäglich mit widrigen Umständen auseinander zu setzen. Hätten wir dies vor einem Jahr für möglich gehalten?

In der deutschen Übertragung des Auld lang syne heißt es zu Beginn „Nehmt Abschied Brüder, ungewiss ist alle Wiederkehr, die Zukunft liegt in Finsternis und macht das Herz uns schwer.“
Nehmen wir Abschied vom vergangenen Jahr. Aber warum mit Ärger oder Bedauern und nicht mit Freude über viele Erfahrungen und der Zuversicht, dass das kommende Jahr viele neue Chancen bereit hält? Und nehmen wir auch Abschied von den festgefahrenen und bequemen Angewohnheiten, die wir dank der Pandemie erst hinterfragen, und dann los werden konnten.
Und die ungewisse Zukunft? Ja, sie kann ängstigend sein, gleichzeitig auch spannend. Und sie ist nirgendwo fest geschrieben. Die Zukunft ist einzig das, was wir daraus machen. Wir haben es also selbst in der Hand und sind nicht allein.

Und schwenken wir abschließend noch einmal auf das Politische, fallen einige Änderungen ab diesem Jahr positiv auf:

  • ein erhöhtes Kindergeld
  • der Beginn der Grundrente
  • ein gestiegener Mindestlohn
  • ein gestiegener Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer
  • ein erhöhter Regelsatz beim ALG-II

Freuen wir uns also auf das vor uns liegende Jahr. Mit vielen neuen Erfahrungen, neuen Errungenschaften, einem wiedergewonnenen, sozialen Zusammenhalt und der unbezahlbaren Erfahrung, das Solidarität und Miteinander der beste Kompass in jeder Krise ist.

EIN FROHES NEUES JAHR und GLÜCK AUF!


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