Picknick und Politik

Veranstaltungsreihe erfolgreich gestartet

Am Sonntag, dem 11.09.2022 lud der SPD-Ortsverein zum ersten Mal zu seiner Veranstaltungsreihe “Picknick und Politik” ein. Thema dieser Auftaktveranstaltung war

Bezahlbare Energie auf kommunaler Ebene- 
Ideen zu mehr Unabhängigkeit und niedrigeren Energiepreisen. Wie ist das möglich?

“12 Cent pro Kilowattstunde…” Diese Zahl stand gleich zu Beginn der Veranstaltung im Raum und zeigte eindringlich, was möglich gewesen wäre und worüber sich andere Gemeinden und Kommunen freuen können.
12 Cent pro Kilowattstunde zahlen zum Teil die Bürgerinnen und Bürger in einer der gut 160 Gemeinden in Deutschland, die energieautark sind und sich hinsichtlich ihres Energiebedarfs selber versorgen. Ein glücklicher Zustand in besagten 160 Gemeinden, die rückblickend zwar viel Mühe und etliche Hürden gemeistert haben, denen der Erfolg aber im Endeffekt Recht gibt und die nun die Früchte ihres teils frustrierenden und aufreibenden Engagements ernten können.

Dass die aktuelle Entwicklung der Energiepreise und die womöglich besorgniserregend Zukunft die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde bewegt, zeigten die zahlreichen Gespräche, die in den gut drei Stunden zwischen den Teilnehmenden geführt wurden. Als Teilnehmer mit einem hohen Erfahrungsschatz war Thorsten Spehr eingeladen, Mitglied der Initiative “Havelwind”, Windkraftingenieur und Mitglied des Klimabeirates unserer Gemeinde.
Herr Spehr konnte uns einen detaillierten Überblick über die Entwicklung des Windkraftprojektes in Ferch geben und hatte darüber hinaus wertvolle Impulse, was in unserer Gemeinde hinsichtlich der Energieversorgung anders und letztendlich auch besser gemacht werden kann.


Bei allen Gesprächen wurde eines deutlich: Der glückliche Zustand der energieautarken Gemeinden beruhte auf viel bürgerlichem Engagement, einem gewissen Maß an Risikobereitschaft und einer hohen Bereitschaft, neue Wege zu gehen und die “normalen” Pfade des Möglichen zu verlassen. Alles Punkte, die wir in unserer Gemeinde schon des Öfteren schmerzlich vermisst haben.

Ein guter Austausch und ein leckeres Picknick…so macht Politik Spaß

Und man muss ehrlich sagen: Leider hat unsere Gemeinde hinsichtlich einer nachhaltigen und ökologischen Einstellung starke Defizite, was jüngst durch die klar ablehnende Haltung zur Einrichtung einer Klimamanagerin oder eines Klimamanagers deutlich wurde. Warum nur, fragt man sich da, zeigt ein Blick über den Gemeinderand doch deutlich:
In beinahe allen der 160 energieautarken Gemeinden, die sich nun über eigene und deutlich geringere Energiepreise freuen können, war die Etablierung eines Klimamanagers ein erster, aber wesentlicher Schritt.
Man könnte auch sagen, eine lohnenswerte Investition.

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